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Balanced Scorecard [BSC]

Nutzen Sie Ihr Datawarehouse als Führungsinstrument. Die Balanced Scorecard erlaubt es Ihnen, Ihre Firma effizient zu führen und gleichzeitig Ihre Vision bzw. Strategie in Ihre Organisation zu kommunizieren und so Ihre Mitarbeiter zu motivieren.

Inhaltsverzeichnis

 


Theorie der Balanced Scorecard

Einleitung

Buch Die beiden Professoren Norton und Kaplan haben im Jahr 1996 ein Buch herausgegeben, indem die Theorie der Balanced Scorecard erläutert wird. Die Autoren haben die Gründe erforscht, weswegen ein Betrieb oft in die roten Zahlen abgeleitet oder sogar Konkurs melden muss, weil es für jegliches Eingreifen schon zu spät ist.


 

Hauptursachen

Dabei haben sie zwei Hauptursachen entdeckt: Die vier Hürden
  • Viele Betriebe werden nur über Ren­tabilitäts­kenn­zahl­en geführt. Geht nun tatsächlich etwas schief, so zeigen diese Kennzahlen dies zu spät an. Dabei wären innerhalb des Betriebes schon lange andere Indikatoren vorhanden gewesen, die als Frühwarnung gedient hätten.
  • Die Strategie kann aus den folgenden 4 Gründen nicht optimal umgesetzt werden: 1.die Strategie ist so allgemein formuliert, dass keine konkreten Ziele bzw. Massnahmen daraus abgeleitet werden können; 2.den Mitarbeitern wird die Strategie nicht kommuniziert; 3.die Arbeitsprozesse sind operativ ausgerichtet und berücksichtigen die Strategie nicht; 4.das Management ist ebenfalls operativ ausgerichtet.

 

Balanced Scorecard

4 Perspektiven

Vier PerspektivenAus diesen Feststellungen haben die beiden Autoren vier Perspektiven entwickelt, mit denen die obige Problematik besser in den Griff zu kriegen ist. Sie lauten: Finanzperspektive, Kunde, interne Prozesse und Lernen und Entwicklung. Bei der letzten Perspektive handelt es sich jedoch nicht um die finanzielle Entwicklung, sondern um die Entwicklung der Mitarbeiter, des Know-hows und somit der ganzen Firma. Man nennt deshalb diese Perspektive gerne einfach die Mitarbeiterperspektive. In der Finanzperspektive werden die klassischen Controlling-Zahlen abgebildet. In der Perspektive Kunde findet man Zahlen wie die Kundenzufriedenheit, Marktanteil, Kundensegmente etc. Bei den internen Prozessen wird aus den Beschreibungen der Arbeitsprozesse (oder Wertschöpfungsketten) Kennzahlen entwickelt:

Wertschöpfungskette

Und die letzte Perspektive Mitarbeiter enthält Zahlen wie Mitarbeiterzufriedenheit, Fluktuationsrate und z. B. besuchte Anzahl Weiterbildungskurse.
Die Autoren fordern nun, dass man den Mitarbeitern Ziele in diesen Perspektiven vorgibt. Diese Ziele sollten aber nicht einfach losgelöst dargestellt werden, sondern über die Strategie untereinander verbunden werden und zwar in einem ausgeglichenen Verhältnis (Balanced).

 

Ein einfaches Beispiel

Die Schweizer Firma AG am Bodensee ist in der Schweiz der Marktführer ihres angebotenen Produktes, aber der Schweizer Markt ist bereits gesättigt. Die Vision des Chefs ist nun zu Europas Marktführer aufzusteigen. Um diese Vision zu erreichen, wählt er folgende Strategie: Die EU-Länder werden nach und nach bearbeitet, und zwar beginnend mit den an die Schweiz angrenzenden Ländern. Im ersten Jahr möchte er mit den deutschsprachigen Ländern starten, und im darauf folgenden Jahr mit Italien und anschliessend Frankreich weiter expandieren. Er stellt nun aber die beiden folgenden Probleme fest:

  • Viel zu wenig Mitarbeiter beherrschen, Französisch bzw. Italienisch.
  • Um den bestehenden Qualitätsstandard, die Kunden innerhalb von 2 Tagen nach Bestellung zu beliefern, beizubehalten, kann die bestehende Logistik zwar problemlos österreich beliefern, aber für Deutschland, Frankreich und Italien reicht dies nicht mehr.

Perspektive MitarbeiterFolglich müssen die Mitarbeiter Sprachkurse besuchen. Somit sind schon die ersten beiden Ziele für die Mitarbeiterperspektive definiert: Anzahl besuchte Französischkurse und Italienischkurse. Der Anteil Französisch sprechende bzw. Italienisch sprechende Mitarbeiter sind weitere zwei mögliche Kennzahlen für diese Perspektive, mit dem Ziel diese beiden Zahlen möglichst hoch zu bringen.

interne ProzesseUm das zweite Problem zu lösen, beschliesst man folgende Massnahmen: Es werden in den Ländern zusätzliche Logistikzentren aufgebaut. Für die Perspektive interne Prozesse werden deshalb die Anzahl Logistikzentren und die Lieferzeit gewählt.

KundeFür die Perspektive Kunde werden die beiden Zielkennzahlen Kundenzufriedenheit und Marktanteil gewählt.

RentabilitätUnd für die Finanzperspektive werden folgende Ziele festgelegt: Die jährliche Umsatzsteigerung soll grösser als 12 %, sein und die Eigenkapitalrendite soll grösser als 5.5 % sein.

Gäbe man diese Ziele einfach in die Organisation, so würden im schlimmsten Fall, alle Mitarbeiter in einen Sprachkurs gehen, möglichst viele Logistikzentren aufgebaut werden und ähnliche Dinge. Um dies zu verhindern, müssen die Kennzahlen in einem logischen Zusammenhang mit der Vision bzw. Strategie gebracht werden:

  • Die Zahlen der Perspektive Mitarbeiter haben einen direkten Zusammenhang mit der Kundenzufriedenheit (Die Kunden können in ihrer Muttersprache bedient werden). Da aber die Sprachkurse nicht ganz billig sind, haben diese ebenfalls Auswirkungen auf die Rentabilität der Firma.
  • Die Anzahl Logistikzentren wirken sich direkt auf die Lieferzeiten und ebenfalls auf Kapitalrendite aus.
  • Die Kundenzufriedenheit wirkt auf den Marktanteil und auf den Umsatz.
  • Und zum Schluss wirkt sich der Umsatz direkt auf die Rendite aus.

Die vollständige Balanced Scorecard sieht nur folgendermassen aus:

Die Balanced Scorecard

Ziele, welche nicht in Zusammenhang mit der Vision / Strategie gebracht werden können, können nicht auf der Scorecard erscheinen und müssen deshalb auch gestrichen werden, da sie ja auch keinen wesentlichen Beitrag zur Gesamtstrategie leisten. In unserem Beispiel würde zum Beispiel der Besuch eines Japanischkurses in keinem direktem Zusammenhang mit dem Ziel Marktführer in Europa zu werden stehen. Durch den Aufbau einer Balanced Scorecard erhält man zusätzlich einen vertieften Einblick in den internen Aufbau der eigenen Firma.

Durch diese Verbindungen werden die Ziele bzw. Kennzahlen der Perspektiven Mitarbeiter, interne Prozesse und Kunde automatisch zu Frühindikatoren der Perspektive Rentabilität.

Eine solche Scorecard ist für jeden Mitarbeiter, individuell und auf seine persönliche Arbeit bezogen, zu erstellen, denn so wird die Strategie den Mitarbeitern kommuniziert und sie können ihren persönlichen Beitrag zur Erreichung der Vision erkennen.

Da das Management die Organisation nicht mehr nur mit reinen finanziellen Kenngrössen führt, erhält es die Möglichkeit zu reagieren, bevor die Rentabilitätszahlen im roten Bereich rutschen.


Einführung in der Zürcher Kantonalbank

In der anschliessenden Präsentation der ZKB können Sie die kulturelle und technische Einführung verfolgen. Diese Präsentation wurde in den Jahren 1999 und 2000 an verschiedenen öffentlichen Veranstaltungen verteilt.
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ZKB Folien

Die BSC als Führungsinstrument für das Wissensmanagement:

Klicken Sie hier um mehr darüber zu erfahren.


Bücher

bscThe Balanced Scorecard :
Translating Strategy into Action
by Robert S. Kaplan, David P. Norton
Harvard Business School Press
ISBN: 0875846513
bscdeutschBalanced Scorecard.
Strategien erfolgreich umsetzen.
Robert S. Kaplan, David P. Norton
Schäffer Vlg., Stuttg.;
ISBN: 3791012037
performancePerformance Drivers:
A Practical Guide to Using the Balanced Scorecard
by Nils-Goran Olve, Jan Roy, Magnus Wetter
John Wiley & Son Ltd;
ISBN: 0471986232
mehrBalanced Scorecard.
Mehr als ein Kennzahlensystem.
Herwig R. Friedag, Walter Schmidt
Haufe, Freiburg;
ISBN: 3448040614
jenseitsJenseits der Balanced Scorecard:
Strategische Wettbewerbsvorteile messen
Olaf G. Rughase
Logos-Verl.;
ISBN: 389722142X
olafPerformance Management
Systeme und Implementierungsansätze
Olaf Hoffmann
Verlag Paul Haupt;
ISBN:325806105X
valueValue-Based Performance Management
Wertsteigernde Unternehmensführung:
Strategie · Instrumente · Praxisbeispiele
Jürgen Brunner, Dieter Becker, Marc Bühler,
Jörg Hildebrandt, Ralf Zaich
Gabler Verlag;
ISBN:3409114718


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